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Freitag, 8. September 2017

Podiumsdiskussionen an der Diakonie Stetten - Politiker sind auch nur Menschen

Nach den Veranstaltungen in Bad Cannstatt und Lorch ging die Reihe an Podiumsdiskussionen der Diakonie Stetten nun in Waiblingen und Esslingen zu Ende.
In einer Nachricht auf meiner Homepage berichte ich darüber. In diesem Beitrag möchte ich auf die diskutierten Inhalte, die Verständlichkeit und die Bedeutung dieser Veranstaltungen eingehen.

Soziale Themen und die Flüchtlingskrise als wichtigste Themen

Wie bei den vorangegangenen Podiumsdiskussionen waren auch in Waiblingen und Esslingen wieder Fragen zur Sozialpolitik im Vordergrund. Dabei ging es vor allem um die praktische Umsetzung: Was nutzt das Recht auf eine Wohnung, wenn man im Raum Stuttgart keine bezahlbare Wohnung finden kann?
Ein weiteres Thema, das den Teilnehmer/innen auf den Nägeln brennt, sind die Flüchtlinge. In den Fragen, die mir bereits im Vorfeld zugesendet wurden, nahm diese Sorgen breiten Raum ein.

Leichte Sprache ist eine schwierige Sache

Auch wenn sich alle Diskutant/innen bemüht haben – schnell verfällt man in schwierige Sprache, redet schneller und somit an einigen Teilnehmer/innen vorbei. Hier hätte ich als Diskussionsleiter eingreifen sollen, auch bei zu langen Monologen einiger Kandidat/innen. Andererseits: ich kann (und will) mir auch nichts alles merken, was im Moment in den vielen Wahlsendungen läuft.

Gegenseitiges Kennenlernen wichtig

Das Fazit ist deshalb überwiegend positiv. „Politiker sind auch nur Menschen“ wie ein Teilnehmer in Waiblingen treffend feststellte und auch die Politiker/innen sahen, dass Menschen mit Behinderungen nicht nur Stimmberechtigte sind, sondern Anliegen haben, die in der politischen Arbeit berücksichtigt werden sollte.
Ein schöner Artikel in der Stuttgarter Zeitung hat mit dazu beigetragen, dass die Anliegen der Menschen auch breiten Teilen der Bevölkerung bekannt werden.

Sonntag, 23. Juli 2017

Podiumsdiskussionen zur Bundestagswahl - eine erste Bilanz

Zwei von vier Podiumsdiskussionen der Diakonie Stetten sind vorbei – Zeit für eine erste Bilanz. Am 6. Juli fand die Diskussion in einer Wohngruppe in Bad Cannstatt, am 20. Juli dann in der Remstal-Werkstatt Lorch. Nach der Begrüßung und einer kurzen Einführung erfolgte zunächst eine Vorstellungsrunde, in der bereits erste Fragen der Teilnehmer/innen Bewährt hat sich besonders die Fragen, die im Vorfeld gesammelt wurden.

Die Teilnehmer/innen – zahlreich und engagiert

Das Erfreulichste zuerst: Beide Veranstaltungen waren sehr gut besucht und die Teilnehmer/innen diskutierten eifrig mit.
In der Wohngruppe Bad Cannstatt war nicht nur das schöne Wetter, sondern auch eine andere Veranstaltung für die Bewohner/innen Konkurrenz. Leichter war es in der Remstal-Werkstatt Lorch, da für die Diskussion die Arbeit unterbrochen werden konnte. Trotz intensiver Werbung waren leider keine Gäste von außerhalb dabei.

Die Diskutant/innen – Vertreter/innen von vier Parteien und der Diakonie

Eingeladen wurden jeweils Vertreter/innen der vier Parteien, die bereits im Bundestag sitzen: CDU, SPD, Linke und Grüne. Kurzfristig musste jeweils ein Kandidat absagen, sodass es in beide Fällen nur drei Politiker/innen waren.  Da zusätzlich noch der Vorstandsvorsitzende Rainer Hinzen auf dem Podium war und zusätzlich noch Angehörigenvertreter/innen sowie Werkstatt- bzw. Bewohnerbeiräte zur Wort kommen sollten. Bei den Seminaren werden auch FDP und AfD ausführlicher vorgestellt, außerdem erhalten alle Parteien die Möglichkeit, sich beim Aktionstag am 11. September zu präsentieren.

Der Diskussionsverlauf – harmonisch in Bad Cannstatt, kontrovers in Lorch

Die Diskussionen verliefen sehr unterschiedlich. Während es in Bad Cannstatt sehr harmonisch zuging, wurde in Lorch teilweise sehr kontrovers diskutiert. Eine Erklärung dafür, dass in Bad Cannstatt die Kandidatin der CDU kurzfristig absagen musste und sich die Kandidat/innen von SPD, Grüne und Linke in vielen sozialpolitischen Fragen einig waren. Ein weiterer Unterschied: mit Christian Lange (SPD) und Norbert Barthle (CDU) waren zwei langjährige Bundestagsabgeordnete (und Staatssekretäre) am Start, in Bad Cannstatt

Fragen im Vorfeld zur besseren Planung und Motivation

Positiv ausgewirkt hat sich, dass die Teilnehmer/innen Fragen stellen konnten. Dazu habe ich die Verantwortlichen gebeten, in der Werkstatt bzw. den Wohngruppen nachzufragen. Die Fragen hatten eine große Bandbreite und reichte von Fragen wie „Was macht ein Politiker?“ hin zu Fragen nach den Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes.
Die Fragen erleichterten meine Vorbereitung und motivierten die Teilnehmer/innen zum Kommen. Außerdem wurde sichergestellt, dass auch Fragen von Teilnehmer/innen berücksichtigt, die sich nicht trauten, während der Veranstaltung zu fragen.

Die Diakonie Stetten berichtete auf der Homepage über die Veranstaltung in Lorch und auf der Facebook-Seite über die Veranstaltung in Bad Cannstatt.

Freitag, 17. März 2017

Podiumsdiskussionen zur Bundestagswahl

Eigene Podiumsdiskussionen mit Kandidat/innen

Etwas aufwendiger als Seminare, aber auf jeden Fall lohnenswert ist die Organisation einer Podiumsdiskussion. Hier können Sie auch gezielt Themen platzieren, die für Ihre Organisation wichtig sind.
Wichtiger Tipp hier: Die Kandidat/innen haben einen vollen Terminkalender, laden Sie deshalb so früh wie möglich ein.
Inhaltlich empfehle ich eine intensive Vorbereitung sowohl der Teilnehmer/innen, z.B. in Form einer Informationsveranstaltung, also auch und der Diskutant/innen durch Informationen über leichte Sprache.

Diskussionen von Zeitungen und anderen Initiativen

Da die Organisation einer eigenen Veranstaltung ziemlich aufwändig ist, bieten sich Kooperationen mit anderen Einrichtungen an. Darüber hinaus werden Zeitungen und andere Einrichtungen Veranstaltungen anbieten. Meine Bitte an Unterstützer/innen und Betreuer/innen: motivieren Sie Ihre Klienten zu dieser Veranstaltung zu gehen und Fragen zu stellen – (nur) so werden diese auf die Anliegen von Menschen mit Behinderungen aufmerksam.